Gasthof Zwink 🍻

Bist Du Reha-Gast im Revital Aspach, so erhältst Du gleich beim ersten Einführungsgespräch die Empfehlung, dass Gasthaus Zwink unbedingt zu besuchen.


Ich bin der Sache aus purer Neugierde natürlich nach gegangen 😇. Was ist nur das besondere daran, dass die Aspacher mit soviel Stolz dabei erfüllt? 🤔


Wir spazieren in den ersten Reha-Tagen daran planlos vorbei und können uns beim Anblick des Hauses kaum vorstellen, dass hier überhaupt noch geöffnet ist 🤔

Man erzählt mir, dass der Gasthof Zwink in Aspach noch die traditionelle Innviertler Wirthauskultur verkörpert. Von Wirten aus der Umgebung erfahre ich, dass die ‚alte‘ - nun leider bereits verstorbene Wirtin Katharina - den absolut besten Kalbsbraten gekocht hat 😉☝️

Nun gut, Dienstag 18 Uhr bietet sich die erste Gelegenheit, beim Zwink einzukehren! Geöffnet hat der Wirt nämlich nur mehr 3 Tage in der Woche! Zur Sicherheit wollen wir telefonisch einen Tisch für 2 Personen erhalten die Auskunft ‚wird schon was frei sein‘ - ok, darauf verlassen wir uns.


Wir spazieren den schon bekannten Weg in den Ort und wählen die Linke Eingangstüre auf gut Glück ...

Von außen, kennt man das Gasthaus nicht, kann man nur erahnen, wo die Gaststube sein könnte ...


Wir treten ein und fühlen uns gleich mal in die Jahre zurück versetzt:

Über die historische Stiege hinauf, stehen wir vor der Gaststube:

Wir treten ein und befinden uns mitten in der Gaststube aus den Zwanzigerjahren, die mit den schweren Holzbänken und -tischen, den alten Sesseln und den Jagdtrophäen eine total urige Atmosphäre vermittelt.

Und wir haben großes Glück, so früh dran zu sein und den Platz noch frei wählen zu können, wie wir nur eine halbe Stunde später schnell bemerken 🤔


So steht die 1/2 Bier schnell am Tisch und das Essen ist bestellt.

Karte gibt’s keine, was zur Auswahl steht, wird uns angeboten:


- Schnitzel

- Cordon Bleu

- Zwiebelrostbraten

- Innviertler Knödel

- Beuschel

- Gulasch

- Berner

- Toast

- Jause / Mischmaschbrot


Im Gasthaus selbst sorgt unter anderem der Sohn des über 90-jährigen Wirtes “Zwink Rudl” dafür, dass alle Gäste bedient werden.


Zwink Rudl kennt man vielfach aus den Medien, er wurde mit seinen 90 Jahren noch zum Jungunternehmer gekürt, nachdem seine Frau verstarb und sie die Konzession hatte.


Aber auch das bekannte, jährliche im November stattfindende, traditionelle “Innviertler Gstanzlsingen” kommt aus diesen historischen Räumlichkeiten - die übrigens wie angekündigt nur eine halbe Stunde später randvoll sind!

Unsere Essens-Bestellung dauert ewig lange - 1 Stunde und 40 Minuten 🙉


Tja,

einerseits, weil die Küche für einen Ansturm wie heute nicht ausgelegt ist, erzählt uns der Wirt - andererseits, weil gerade unsere Bestellung am Wege in die Küche verloren ging 😪


Als Entschädigung für die lange Wartezeit wurde uns ein Schnapserl vor und dann auch nach dem Essen angeboten 😉


Während der Wartezeit beobachten wir ein reges Treiben in der Stube. Der Lärmpegel nicht ohne, das Schnitzelklopfen, das aus der Küche zu hören ist, empfinde ich als Musik in meinen Ohren 👌


Als mein Cordon mit Salat kommt, macht sich noch eine kleine Enttäuschung breit. Die bestellten Pommes fehlen, Kartoffeln sind statt dessen am Teller.

Schmecken tut‘s sehr gut und die Portion ist wirklich groß.


In echter Butter heraus gebacken, der Duft und Geschmack bestätigt diese Ankündigung!

Werner wählt den Zwiebelrostbraten aus und wird vorab gefragt, ob er Semmelknödel oder Nudeln dazu haben möchte.

Er beschreibt sein Gericht mit den Worten:

so, als wäre er von Oma in den 70-er Jahren gekocht‘ 😋😋😋


Uns schmecken die beiden Gerichte - ein Stamperl Zwetschken-Schnaps runden das Abendessen ab.


Der Gang auf‘s stille Örtchen ist legendär beschriftet:

Und als wirklich für uns störend empfinden wir, dass die gesamte Gaststube RAUCHERBEREICH ist und der Duft nach Nikotin sich in unserer Kleidung noch lange danach manifestiert hat.


Es gibt vermutlich auch einen Nicht-Raucherbereich, im vielleicht leeren Nebenzimmer 🤔 Wer einen Besuch bei Zwink vor hat - sollte darüber informiert sein.


Wir zahlen unsere Rechnung :

Und verlassen das Wirtshaus über den Hintereingang im Hof:

Davor stolpern wir optisch noch über ein im Einsatz befindliches Kühlaggregat, welches Museumsreif wäre 😉

Fazit: ist man in der Gegend, sollte man sich die historischeGaststube vom Zwink mit dem einen oder anderen nicht entgehen lassen!

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-verführerisch und kreativ- 

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