Krapfenzeit 😋😋😋

Meine Oma sagte schon immer, wenn Du weiße Ringe siehst - dann hast Du ALLES richtig gemacht!

Lange Zeit habe ich mich nicht darĂŒber getraut, selbst zuhause Faschingskrapfen zu backen, denn viele Versuche sind gescheitert. Nun habe ich den Dreh heraus und will euch mein Rezept, welches ich mir von meiner Oma abgeschrieben habe und meine Vorgehensweise dazu hier auch offenbaren! Was ich dazu brauche: 500 g glattes Weizenmehl Typ 480 ca. 1/4 Liter lauwarme Milch 40 g Feinkristallzucker 40 g frischen Germ / Hefe 40 g Butter 4 Dotter (nur Eigelb) 1 Kaffeelöffel Salz 1 Stamperl (Schnapsglas) Rum Schmalz zum Herausbacken (alternativ Rapsöl) Marillenmarmelade Schuss Rum Wie ich das mache: Den Germ zerbrösle ich in die lauwarme Milch und gebe etwas Zucker dazu, verquirle das Ganze und lasse es ca. 10 Minuten stehen. Mein Tipp fĂŒr Dich: Achte darauf, dass die Milch nicht zu heiß ist, denn sonst verliert der Germ seine Wirkung! Die Butter erwĂ€rme ich leicht und versprudle diese mit den Dottern und dem restlichen Zucker und gebe es zum Milch-Germ-Gemisch. Das Mehl vermenge ich mit dem Salz in meiner große RĂŒhrschĂŒssel, gebe die Milch-Eier-Germ-Mischung und den Rum dazu und lasse den Teig in der KĂŒchenmaschine kneten, bis dieser glatt und fein geworden ist. Den Germteig decke ich nun ab und lassen ihn gehen, bis er die doppelte GrĂ¶ĂŸe erreicht hat.

(Bei mir springt dann immer der Deckel der GernteigschĂŒssel auf) Ist Dein Platz warum genug, so sollte dies in ca. 30 Minuten der Fall sein. Diesen Vorgang wiederhole ich ein zweites mal, da dauert es nur mehr 15 Minuten. (Bis Deckel wieder aufspringt) Wenn es Deine Zeit erlaubt, lass ihn dreimal gehen, denn je öfter der Krapfenteig aufgeht, je feinporiger wird das Ergebnis dazu!


Mein Tipp fĂŒr Dich:

geht der Teig so stark auf, dass er die SchĂŒsselhöhe erreicht, so steche ich mit der Teigkarte die RĂ€nder an, dann fĂ€llt der Teig wieder etwas zusammen und kann erneut gehen.


Zuletzt gebe ich den Germteig aus der SchĂŒssel, knete diesen erneut durch. Nun arbeite ich anders als die meisten, denn ich mache mir eine Teigplatte mit ca. 3-4 cm Höhe und steche mit dem Glas die runden Kugeln aus und lasse diese nochmals kurz gehen.

Mein Private Taste Tipp fĂŒr Dich: Wer Kugeln schleifen kann, sollte dies machen! Mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen wird der Teig mit der Hand auf einem leicht bemehlten Brett gerollt, bis daraus eine Kugel mit glatter OberflĂ€che entsteht. Nachdem ich mittlerweile sehr oft auch Weckerl mache, habe ich bereits Übung darin.

Das Herausbacken der Krapfen kann noch viel Schaden anrichten, macht man es nicht richtig. Ich erhitze das Öl in einer Pfanne und tauche mit einem Holzstiel ein, steigen kleine BlĂ€schen auf - so ist die Temperatur richtig zum Starten!

Mit der oberen Seite lege ich die Krapfen ins fett, bei 150 - 160 Grad Temperatur, lasse ich sie ca. 4 Minuten zugedeckt backen. Ist die Farbe schön, so wende ich die Krapfen und backe nochmals gleiche Zeit - aber offen! Die Kunst ist es, wie meine Oma schon immer sagte, einen schönen - breiten - weißen Rand beim Krapfen zu haben. Der weiße Rand entsteht ĂŒbrigens dann, wenn die Krapfen im zugedeckten Zustand in der Pfanne noch aufgehen! Mit einem Schöpflöffel hebe ich die Krapfen aus dem Fett, lasse sie auf KĂŒchenrolle abtropfen und fĂŒlle mit Spritzsack und TĂŒlle die Marillenmarmelade, die ich zuvor mit einem Schuss Rum verrĂŒhrt habe - ich liebe das so!

Wer nicht die ganze Menge frisch benötigt, kann auch gerne einen Teil davon einfrieren. (GefĂŒllt und abgekĂŒhllt☝)


Ich wĂŒnsche euch viel Spaß beim Nachbacken und ein ebenso fabelhaftes Ergebnis bei den Krapfen!

-verfĂŒhrerisch und kreativ- 

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