Knuspriges Röstzwiebel-Brot
- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Dieses Mal backe ich ein herrlich luftiges Sauerteigbrot mit besonders aromatischer Krume und knuspriger Kruste.

Durch die lange Teigführung, die sanfte Verarbeitung und die gerösteten Zwiebeln bekommt das Brot nicht nur eine wunderschöne Struktur, sondern auch einen wunderbar herzhaften Geschmack.

Außen resch, innen weich und saftig – genau so mag ich es am liebsten. (Anschnitt folgt)

Mein Tipp für Dich:
Geröstete Zwiebeln geben dem Brot ein besonders feines Aroma. Ich verwende sie gerne leicht zerdrückt im Teig, damit sich der Geschmack noch besser verteilt.
Was ich dazu brauche:
Sauerteig (am Vorabend):
50 g Anstellgut
50 g Wasser
50 g Roggenvollkornmehl
50 g Weizenvollkornmehl
Mein Tipp für Dich:
Du hast noch kein Anstellgut für SAUERTEIG?
Ich erkläre hier im Blog 2 Arten für Anstellgut:
Teig (für 1 Brot):
180-200 g aktiver Sauerteig
325 g Wasser
100 g Vollkornmehl
25 g Roggenmehl
425 g backstarkes Weizenmehl (alternativ Typ700)
10 g Salz
25 g Wasser (Bassinage)
50 g geröstete Zwiebeln (Röstzwiebel)
Verwendetes - sehr empfehlenswertes Zubehör:
VORWEG:
Wenn dein Brot genauso gut gelingen soll, dann empfehle ich dir an der Zutatenliste nichts zu verändern! Ich habe dieses Jahr oft und lange erprobt und getestet jetzt ist sie wirklich optimal!
Wie ich das mache:
Am Vorabend füttere ich meinen Sauerteig

und lasse ihn bei etwa 24–26 °C reifen, bis er sich deutlich vergrößert hat und blubbert.

Am nächsten Tag verrühre ich den Sauerteig mit den 325 g Wasser. Danach gebe ich alle Mehle dazu, vermenge alles grob und lasse den Teig etwa 45 Minuten ruhen. So kann das Mehl das Wasser optimal aufnehmen und der Teig entwickelt bereits erste Struktur.

Anschließend arbeite ich das Salz ein. Danach gebe ich das restliche Wasser nach und nach dazu und knete es vorsichtig ein, bis der Teig geschmeidig und elastisch wird.
Zum Schluss hebe ich die gerösteten Zwiebeln unter den Teig.

Ich knete den Teig nur kurz und lasse ihn anschließend bei etwa 24 °C gehen.

Während der Stockgare falte ich ihn insgesamt viermal im Abstand von jeweils 30 Minuten – zuerst mit Stretch & Fold und danach mit Coil Fold. Dadurch bekommt der Teig wunderbar Spannung und bleibt trotzdem luftig.
Mein Tipp für Dich:
Gerade bei weichen Sauerteigteigen ist Coil Fold ideal. Der Teig bleibt schön locker und entwickelt trotzdem eine stabile Struktur für eine offene, saftige Krume.
Nach den Faltvorgängen lasse ich den Teig weiter ruhen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Insgesamt dauert die Stockgare etwa 3,5 bis 4 Stunden.

Danach kippe ich den Teig vorsichtig auf die Arbeitsfläche,

forme ihn locker vor und lasse ihn kurz entspannen. Anschließend forme ich das Brot mit guter Spannung und lege es in ein gut bemehltes Gärkörbchen.
Jetzt wandert der Teig für 12–14 Stunden über Nacht in den Kühlschrank bei etwa 4–6 °C.

Am nächsten Tag heize ich den Ofen samt Gusseisentopf auf 250 °C vor und lasse alles mindestens 45 Minuten richtig heiß werden.

Den Teig - direkt aus dem Kühlschrank -

wende ich mit Hilfe meiner Silikon-Hebeform.
Dann entferne ich das Leinentuch, kehre das überschüssige Mehl herunter und schneide das Muster ein.

Im Topf backe das Brot zuerst 20 Minuten mit Deckel bei 250 °C.

Danach backe ich es weitere 20–25 Minuten ohne Deckel

und bei 220 °C fertig, bis die Kruste schön dunkel und resch ist.

Zum Schluss lasse ich das Brot vollständig auskühlen, bevor ich es anschneide.

Die Krume wird wunderbar locker und die gerösteten Zwiebeln sorgen für ein herrlich würziges Aroma.
Ps: Schau gerne später nochmals vorbei, der Anschnitt folgt natürlich noch!
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